Feedback-Requests zur ersten Session

In zwei Wochen geht's los mit der ersten Up2You-Session, und wir werden beim ersten Termin gewiß eine Menge Erfahrungen sammeln, die dann in die Orga künftiger Sessions eingehen können.

Vor dem Hintergrund, dass bei den Up2You-Sessions nicht unbedingt das musikalische Ergebnis, sondern vielmehr das Networken und der Spirit eines gemeinsamen Erarbeitens im Vordergrund stehen, haben wir im Vorfeld in bezug auf den konkreten Ablauf bereits eine Menge Überlegungen angestellt, und zwar vor allem in Hinblick auf
  • den konkreten Zeitplan
  • den voraussichtlichen Wunsch der weniger erfahrenen Musiker, auch wirklich nicht am Standard der erfahreneren Teilnehmer gemessen zu werden
  • den prinzipiellen Konflikt "Transponieren vs. Sicherheit der weniger erfahrenen Teilnehmer"
  • die Optionen für den Umgang der Teilnehmer mit der Doppelbesetzung der Instrumente
  • das mit der Doppelbesetzung verbundene Mentoren-Konzept
  • die etwaige Notwendigkeit einer muskalischen Leitung in den beiden Proberäumen
  • die mögliche Mündung der drei Song-Workouts in bestimmte Stil-Variationen oder in einen jeweiligen Jam
Diese Punkte werden beim ersten Termin auch Hauptaugenmerk hinsichtlich möglicher Modifikationen für die nachfolgenden Sessions sein. Und dazu ist natürlich vor allem auch Euer Feedback willkommen!

Darüber hinaus ist aber noch ein weiterer Aspekt im Fokus, der zwar beim ersten Termin - angesichts der dahingehend noch unproblematischen Songs - noch nicht allzu relevant ist, aber bei künftigen Sessions durchaus eine Rolle spielen wird. Hierzu ist das Feedback der Teilnehmer besonders wichtig, da wir diese Dinge alleine nur sehr begrenzt beurteilen können. Und zwar geht es um die Optionen, künftig eventuell mal nicht besetzte Instrumente (Beispiel: Bei einer Session melden sich womöglich mal keine Bläser an, es stehen dann aber bläser-intensive Songs auf dem Programm) durch andere Instrumente ersetzen zu können. Hierzu sind in erster Linie - aber nicht nur - die Keyboarder gefragt:
  • Inwieweit würden sich die teilnehmenden Keyboarder überhaupt zutrauen, auch andere Instrumente zu ersetzen?
  • Inwieweit kämt ihr dahingehend mit den vorhandenen Keyboards klar?
  • Wie dringend besteht vor diesem Hintergrund der Wunsch, künftig lieber eigene Keyboards mitbringen zu können?
  • Und welche Nicht-Keyboarder trauen sich zu, mit ihren Instrumenten teilweise auch ganz andere Instrumente ersetzen zu können (Beispiel: Percussion per Gitarre)?
Diese Punkte spielen vor allem für die Song-Auswahl künftiger Sessions eine Rolle. Bislang zögern wir beispielsweise noch, stark auf Bläsern oder Percussion oder stark auf elektronischen Sounds basierende Songs in die Sessions einzubauen. Grundsätzlich ist natürlich vieles möglich - aber bekommen wir das auch praktisch zusammen hin? Natürlich können wir es hierzu einfach mal drauf ankommen lassen, aber ein konkretes Feedback zu diesen Fragen wäre umso besser. Haut also gerne möglichst bald nach der ersten Session in die Tasten und sendet uns Eure Einschätzung zu diesen Punkten!

Des weiteren möchten wir die Teilnehmer des kommenden Termins noch darauf hinweisen, dass es eine ganze Reihe weiterer Projekt-Ideen gibt, die im Rahmen der Up2You-Initiative denkbar wären. Es handelt sich dabei zwar im wahrsten Sinne des Wortes um "Zukunftsmusik", und daher möchten wir dazu auch ganz bestimmt noch nichts im Web posten - aber falls ihr Interesse daran habt, einen kleinen Einblick in diese Ideen zu erhalten, dann sprecht die Organisatoren bei der Session gerne dazu an.

Tool-Tip Nr. 3: Rocksmith - Der Drill-Trainer schlechthin für Vier- und Sechs-Saiter ... und manchmal sogar Notenquelle für alle anderen Harmonie-Instrumente

Ihr spielt Gitarre oder Bass und habt noch nie von Rocksmith gehört? Kann doch nicht sein!
Oder ...

Rocksmith ... ihr glaubt das ist ein Videospiel? - Aber nein, mitnichten.

Ja schon klar, Rocksmith ist erhältlich in der Games-Abteilung der Elektronik-Märkte. Und ein ebenso klares Ja, es sieht auf den ersten Blick aus wie Guitar Hero & Co. Und jahaaa, der Herausgeber ist der Games-Entwickler ubisoft. - Aber: Neiiheeen, das ist kein Videospiel! Sondern ein hoch-potentes Lerntool für Gitarre und Bass! Und wer es sogar schon besitzt und dann immer noch denkt, es sei ein Videospiel, der macht definitiv etwas falsch in der Anwendung.

Also weiterlesen ... weil ... best tool ever (jedenfalls bis zum heutigen Tage, versteht sich).

Die bislang unschlagbaren Vorteile von Rocksmith

Rocksmith ist ein graphisches Lernprogramm, dessen Optik ähnlich aufgebaut ist wie jene von Guitar Hero. Aber es ist eben nicht mit einer Plastikgitarre mit vier Tasten zu bedienen, sondern man stöpselt seine eigene, echte Gitarre (oder seinen eigenen, echten Bass) an den PC, um Rocksmith zu nutzen. Ein spezielles Kabel liegt der Software bei (Achtung: Nur die Version mit beiliegendem Kabel kaufen, weil das Kabel alleine häufig nur sehr schwer erhältlich ist und ihr es in jedem Fall benötigt).

Also wie gesagt, hier geht es nicht um Spielzeug-Instrumente. Das größte Vorurteil sollte damit schon mal aus dem Weg geräumt sein. Also weiterlesen ... weil ... na ja ihr wißt schon ... best tool ever und so.

Rocksmith verspricht, dass es keinen schnelleren Weg gibt, Gitarre oder Bass zu lernen. Und das ist tatsächlich nicht zu viel versprochen. Es sei aber direkt dazugesagt: Selbstverständlich benötigt man noch weitere Tools, und selbstverständlich benötigt man trotzdem auch noch einen Musiklehrer (siehe dazu weiter unten).

So, jetzt aber mal ganz konkret im Überblick, die vier größten Benefits von Rocksmith:
  • Als Anfänger lernt man von Beginn an mit den großen Songs der Musikgeschichte. Und das macht einfach tausendmal mehr Spaß als tagelang "Mary had a little Lamb" und sonstige Tiergeschichten zu dudeln.
  • Als Anfänger ist man direkt gezwungen, nicht auf sein Fretboard zu schauen, bekommt das dann auch wirklich zügig hin, und man lernt somit das Fretboard eben sehr schnell "gefühlsmäßig" kennen.
  • Die Note Detection ist ziemlich gut, aber dennoch auch ein klein wenig verzeihend (so dass Anfänger nicht verzagen, wenn sie den Akkord nicht ganz sauber greifen, wobei sie aber mittelfristig dennoch nicht wirklich um eine Verbesserung ihrer Grifftechnik herumkommen).
  • Rocksmith eignet sich zudem ausgezeichet als Drill-Trainer. Jede nicht getroffene Note wird erkannt und gemeldet (mit geringfügigem Toleranzgrad, wie gesagt). Wer zum Beispiel an seiner Greif-Geschwindigkeit arbeiten möchte, der sollte hin und wieder mal die Metal-Songs der Songliste schrammeln, bis er bei dem jeweiligen Song beispielsweise 75% erreicht hat (oder bis der Arm abfällt, je nachdem welches Ereignis früher eintritt). Für diesen und andere Skills sind aber zudem auch spezielle Modi nützlich.

Rocksmith bietet nämlich viele unterschiedliche Lern-Modi, und nicht alle davon sind natürlich in gleicher Hinsicht und in gleichem Maße geeignet, um umfangreich das Musikmachen zu lernen. Wie bei allen Mega-Tools kommt es also auf den User selbst an, dass er das Potential des jeweiligen Modus erkennt und dann ganz dediziert nutzt.

Die nützlichsten Modi von Rocksmith

Als nützlichste Modi von Rocksmith sind im allgemeinen die folgenden drei Optionen anzusehen:
  • Der wichtigste Modus ist der Riff-Repeater. Ihr könnt hier für jeden Song der Songliste unterschiedliche Geschwindigkeiten und unterschiedliche Notendichten (nur die markantesten Noten/Akkorde bis hin zu jeder Note des Originals) einstellen und bestimmte Songteile dann endlos wiederholen, jeweils mit Rückmeldung, wieviele Noten ihr nicht getroffen habt. Und das ist halt sehr motivierend, denn schnell ist der persönliche Ehrgeiz geweckt, so lange zu üben, bis da endlich eine Null steht.
  • Im Score Attack Modus könnt ihr Euch bei jedem Song der Songliste mit anderen messen. Für zu früh oder zu spät (oder gar nicht) getroffene Noten gibt es signifikanten Punktabzug, jeder Song hat seine eigene Weltrangliste.
  • Zudem gibt es Mini-Games, von denen einige echt nützlich sind. Mit der Gitarre in 3D-Egoshooter-Manier Monster abknallen?? - Monster erscheint, ein Akkordname wird daneben angezeigt, und entweder ihr spielt den Akkord rechtzeitig oder werdet sonst eben zu Monsterfutter. Also ... wenn's der Geschwindigkeit beim Umgreifen der Akkorde dient, was spricht denn dann gegen Monster? Ihr könnt Euch natürlich auch auf Hühner beschränken, wenn ihr nur das schnelle Auffinden der unterschiedlichen Bünde trainieren möchtet ;-)

Wie gesagt, hier wurden nur die wichtigsten drei Modi vorgestellt. Es gibt aber noch weitere Modi; "Learn A Song" ist leider mitunter ein bisschen laggy, die Lernvideos sind ganz nice, lokaler Multiplayer-Modus und noch einiges mehr ist ebenfalls möglich.

Konkrete Empfehlung zu den unterschiedlichen Modi von Rocksmith

Für Anfänger sind die Mini-Games (auch hiervon gibt es noch weitere als nur die beiden oben angesprochenen) eine gute Möglichkeit, einzelne Skills am Instrument zu lernen. Ansonsten gilt aber vor allem: Riff-Repeater und Score Attack nutzen.

Innerhalb des Riff-Repeaters wird auf Dauer jeder seine favorisierten Einstellungen finden. - Hier dennoch eine konkrete Empfehlung:
Den Meister-Modus ausschalten (sonst müßt ihr jeden Song beim Üben auch schrittweise auswendig lernen, was bei den meisten Songs ja eigentlich niemand wirklich will und was insofern nur den menschlichen Arbeitsspeicher belastet), als Song-Ausschnitt den ganzen Song wählen (natürlich außer wenn ihr gerade mal Probleme an ganz speziellen Stellen des Songs habt), als Schwierigkeitsgrad 100% wählen (sonst müßt ihr die Notendichte schrittweise steigern, und bei jeder Steigerung merkt ihr dann, dass ihr doch irgendwo wieder anders greifen müßt als bisher schon angewöhnt), als Geschwindigkeit superlangsam anfangen, und dann nach erfolgreichem Spielen in sehr kleinen Schritten nach und nach die Geschwindigkeit steigern.
Mit dieser Einstellungs-Konstellation könnt ihr wirklich so gut wie jeden Song lagfrei wie im Original zu beherrschen lernen.

Wenn ihr einen Song im Riff-Repeater richtig gut beherrscht, macht ein Wechsel zum Score Attack Modus und eine dortige Wahl der Song-Variante "Schwer" Sinn. Um hier zu punkten, ist man gezwungen, beim Spielen des Songs noch rhythmischer zu werden. Man löst sich dadurch nach und nach etwas mehr von der Optik des Spiels und fängt an, den Song auch nach Gehör gut zu üben. Hier entwickelt man also schließlich auch noch den nötigen Groove, ganz automatisch, jedenfalls wenn man sich denn nicht mit einem Ranglisten-Platz auf Fernerliefen zufriedengeben möchte.

Daran anschließend sollte man sich dann natürlich noch den allerlletzten Schliff des Songs im "Real Life" verpassen, also zu guter letzt dann noch ohne Rocksmith zum MP3 üben.

Unabhängig von der soeben beschriebenen Vorgehensweise ist im Score Attack Mode aber auch mal die Einstellung "Leicht" empfehlenswert. Denn um hier wiederum gut abzuschneiden, muss man wirklich nahezu jeden Ton absolut in time treffen. Man trainiert das Timing hier zwar etwas mechanistisch und somit deutlich weniger groovy, aber auch das macht sich auf seine Art sehr bezahlt.

Und die Einstellung "Mittel" im Score Attack ist schließlich vor allem dann dienlich, wenn ihr den Song in "Schwer" noch nicht schafft und trotzdem schon für das "Real Life"-Spielen eine gut klingende Version mit reduzierter Notendichte benötigt.

Die Songliste: Ein Who is Who der Musikgeschichte, mittlerweile auch über den Rock-Tellerrand hinaus

Im Lieferumfang von Rocksmith 2014 (= derzeit aktuellste Version) sind bereits 66 Songs enthalten (davon 11 als Unlockables).

Der Vorgänger Rocksmith (ohne Jahreszahl-Zusatz, weil erste Version) enthielt 57 Songs (davon 6 Unlockables). Diese Songs können fast alle auch in Rocksmith 2014 importiert werden.

Ein weiterer Song sowie einige Bonus-Arrangements sind darüber hinaus noch über uplay (= ubisoft-Portal) erhältlich.

Zudem macht Ubisoft wöchentlich neue Songs für Rocksmith verfügbar, die zum Download erworben werden können, und das zu einem absolut fairen Preis: pro Song rund 3 Euro (es sind immer Rhythmusgitarre, Lead-Gitarre und Bass enthalten, außer eines der Instrumente existiert im Originalsong eben mal nicht), und beim Kauf von Song-Packs (also mehreren Songs in einem Paket) gibt es dann noch Rabatte.

Wer auf Rock und Powerchords in allen Varianten steht, für den war Rocksmith schon lange das Paradies. Die Herausgeber haben es mit dem Namen des Tools ziemlich lange sehr eng gehalten, auch wenn sie das so deutlich nie zugegeben haben. Seit einiger Zeit sind die wöchentlichen Song-Packs aber wesentlich vielfältiger geworden. Wenngleich man tatsächlich bei so gut wie jedem Song in Rocksmith etwas lernen kann, auch wenn er halt womöglich ganz und gar nicht dem eigenen Musikgeschmack entspricht, ist es dennoch erfreulich, dass auch den Freunden aller möglichen anderen Musik-Genres nun offenbar etwas mehr Gehör verschafft wird.

Welche Künstler und welche Songs im einzelnen schon alles so vertreten sind, könnt ihr unter den folgenden Links nachschauen:


Anmerkung: Darüber hinaus gibt es dann auch noch von Usern selbst erstellte Rocksmith-Songs (Custom DLCs, kurz CDLCs), was jedoch urheberrechtlich problematisch ist.

Rocksmith-User könnten denken, dass das Tool den Musiklehrer überflüssig macht? Ziemlich dumme Annahme, von beiden Seiten

Wer Rocksmith nutzt und glaubt, dass er dadurch keinen Musiklehrer mehr braucht, der ist wirklich ausgesprochen kurzsichtig. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

Und wer andererseits als Musiklehrer glaubt, dass Rocksmith ihm selbst zur Konkurrenz werden könnte, der ist wohl auch nicht klüger. Das wäre nämlich ungefähr genauso, als wenn ein Fußballtrainer seinen Spielern untersagen würde, nach dem Training noch Joggen zu gehen, weil sie dann zu schnell fit würden und nachher glauben könnten, der Trainer sei ja eigentlich überflüssig ... und wenn der Trainier darum lieber seine Spieler beim Ligaspiel hinterherhecheln ließe, bis sie auf Fußball schließlich keinen Bock mehr haben.

Wie wär's denn anstatt dessen mal damit, solche Tools aktiv in den Musikunterricht einzubinden. Quasi als Hausaufgaben, und das Ergebnis wird dann hin und wieder mal im Musikunterricht vorgeführt und dann real verfeinert. Solche Musiklehrer, die vor entsprechenden Technologien keine Angst haben, sondern sie (zumindest auf Wunsch) selbstbewußt in den Unterricht einbauen, soll es übrigens geben ... es sind aber derzeit ganz seltene Exemplare.

Rocksmith-Videos (Rhythmusgitarre) auf Youtube als Notenquelle für weitere Instrumente

Da es sehr viele bekannte Songs ja mittlerweile auch für Rocksmith gibt und da zudem nicht wenige der Rocksmith-User auch Youtube-affin sind, gibt es für viele Songs Youtube-Videos, die den Notenverlauf auf Rocksmith abbilden. Ubisoft legt wert darauf, dass die Noten in der Regel sehr genau vom Original transkribiert werden, und insofern könnt ihr für den einen oder anderen Song auch mal die Noten über solche Videos bekommen.

Mitunter sind die Videos sogar nützlich für ganz andere Instrumente, zum Beispiel für Klavier oder Saxophon. Denn wenn ihr speziell nach dem Rhythmusgitarren-Video eines Rocksmith-Songs sucht, dann erhaltet ihr darüber die Akkorde des Songs (es sei denn der betreffende User hatte die Akkord-Anzeige ausgeschaltet) und könnt Euch so für Euer Instrument zum Beispiel ein Leadsheet erstellen. Die spezielle Darstellungsweise vermittelt zudem auch oft ein gewisses Gefühl für das Timing der Akkorde und kann daher selbst dann noch nützlich sein, wenn ihr das Leadsheet bereits auf anderen Wegen bezogen habt. Überdies könnt ihr bei Rocksmith sicher sein, dass die Noten nicht transponiert sind und müßt sie also nicht erst noch durch Heraushören des Song-Anfangs abgleichen.

Hier ein Video-Beispiel für "High and Dry" von Radiohead (Akkordnamen dort ca. ab der 30. Sekunde sichtbar, da ganz zu Beginn des Songs keine konventionellen Akkorde zu spielen sind):
https://www.youtube.com/watch?v=EKDiVi2E5SY
Und wo wir schon "hoch oben" sind, dann auch gleich noch einen kleinen Schmankerl für den Bass, Higher Ground in der RHCP-Version:
https://www.youtube.com/watch?v=wBzynkHaffQ

Anmerkung: Wenn in Videos mehr als 100% erreicht wird, hat der User den Meister-Modus eingeschaltet und mußte daher zumindest einige der Noten auswendig spielen.

Sonstiges

Was sollte man sonst noch zu Rocksmith erwähnen?
  • Die Darstellungsweise der Saiten ist in Rocksmith standardmäßig (tiefe E-Saite oben) umgekehrt dazu, wie es erfahrene Musiker von Tabs klassischerweise (tiefe E-Saite unten) gewohnt sind. Das läßt sich jedoch in den Einstellungen ändern. Zumindest für Anfänger ist die Standard-Einstellung von Rocksmith aber etwas intuitiver (und eine spätere Umgewöhnung ist in diesem Fall recht gut möglich).
  • Preis der Version mit Kabel (wie gesagt: keinesfalls die Version ohne Kabel kaufen): Rund 50 Euro
  • Die PC-Version erfordert, auch wenn sie als CD gekauft wurde, leider eine Registrierung bei uplay sowie bei Steam. Über Steam erfolgen dann die Downloads von Zusatzsongs, welche zum Beispiel mit Steam-Prepaid-Karten (erhältlich an vielen Tankstellen sowie in vielen Supermärkten und in Elektronik-Märkten) gezahlt werden können.
  • Außer für PC ist Rocksmith auch für andere Plattformen verfügbar (z.B. Playstation). Aber: viele Rocksmith-User anderer Plattformen kaufen sich wohl letztlich doch noch einmal die PC-Version, aus diversen Gründen (hierzu müsstet ihr ggf. selbst mal näher recherchieren). - Also daher ... vermutlich doch besser direkt die PC-Version erwerben.

Darüber hinaus gibt es bei so einem mächtigen Tool wie Rocksmith natürlich noch eine Menge weiterer Punkte, die man erläutern und diskutieren könnte. Aber dieser Beitrag hat ohnehin schon Überlänge, und auch nach weiteren Erläuterungen bliebe das Fazit: Ein Must-Have!

BEVOR es jemand persönlich nehmen kann: Die Sache mit dem Deo ...

Wer kennt es nicht: Ein Proberaum im Mief ... und dann drei Stunden lang proben - uff!
Und keiner traut sich, etwas zu sagen? Das muss sich aber doch wirklich niemand regelmäßig zumuten.

Also na ja, da wir uns ja alle noch nicht kennen und es somit zu diesem Zeitpunkt noch ausgeschlossen ist, dass es jemand persönlich nehmen könnte:

Damit zumindest bei den Up2You-Sessions niemand in irgendwelche Verlegenheiten kommt, sei es weil man sich nicht traut, jemanden auf die Unannehmlichkeit aufmerksam zu machen, oder weil man selbst mal derjenige ist, der vergessen hat, nach der morgentlichen Dusche sein Deo zu nutzen - denn das kann ja nun echt jedem mal passieren - werden wir bei jeder Up2You-Session ein Deo-Spray auf der Damen- und ein zweites auf der Herrentoilette deponieren. Okidoki?

Ach ... ehhm ... und Analoges gilt natürlich für den Gang zur Döner-Bude am Vorabend ;-)

Stand der Anmeldungen für die erste Up2You-Session: Top!

Genau vier Wochen vor der ersten Up2You-Session sind schon fast alle Plätze des Start-Termins besetzt. Also ... ihr seid echt Hammer, Leute! Toll dass ihr alle so unkompliziert mitzieht und auch einen herzlichen Dank für den Vertrauensvorschuss!

4 Gitarristen, 4 Bassisten, 4 Sänger/innen, 3 Drummer und sogar schon 3 Keyboarder und 1 Saxophon haben sich bereits angemeldet. Und es wird noch besser: Bei fast allen Instrumenten hat es sich tatsächlich so ergeben, dass komplett unterschiedliche Erfahrungslevel vertreten sind, vom Fast-Anfänger bis zum Profi, ganz genau wie ursprünglich angedacht.

Ok ok, bei den Keyboardern haben sich bislang nur sehr erfahrene Musiker angemeldet ... aber besser so als andersrum, nicht wahr? ;-)

Freie Plätze gibt es in bezug auf den kommenden Termin also momentan noch für:
  • 1 Drummer, möglichst erfahren (bislang ein sehr erfahrener Drummer sowie zwei Drummer mit maximal 5 Jahren Erfahrung im Boot)
  • 1 Pianist/Keyboarder, hier gerne noch jemand mit klassischem Background, der den Einstieg in den Rock/Pop/Jazz-Bereich sucht und sich dafür bei der Session von den drei Band-erfahrenen Kollegen ein paar Tips holen möchte.
  • 1 bis 3 Saxophonisten; wir haben nach Saxophonisten bislang noch nicht sehr intensiv gesucht, da die Rhythmusgruppen erst einmal stehen sollten. Aber jetzt wird es Zeit, dass die bereits angemeldete Saxophonistin noch jemanden an ihre Seite bekommt!
  • Weitere Bläser sowie Percussionisten und sonstige Instrumente sind natürlich auch jederzeit willkommen!

Und hier noch ein genereller Tip: Sofern Anmeldungen für Euer Instrument für den kommenden Termin nur noch auf Warteliste möglich sind, nutzt das Kontaktformular trotzdem, um eben zumindest schon mal grundlegendes Interesse für den Folgetermin zu bekunden. Ihr könnt dann den Newsletter erhalten, so dass ihr umgehend informiert seid, sobald der nächste Termin feststeht.

Groove On!

Tool-Tip Nr. 2: mySongBook - Notenquelle für alle Bandmitglieder

Jammerschade ist es, wenn eine der besten Notenquellen den meisten Musikern unbekannt ist. - Es geht um mySongBook. Man bekommt dort Notensätze für alle Instrumente der Originalbesetzung (= "Full-Score"-Noten) für rund 2 Euro pro Song.

Die Features - Möglichkeiten und Grenzen

Die Bibliothek von mySongBook umfaßt zur Zeit rund 1.900 Notationen bekannter Songs aus ganz verschiedenen Genres - von AC/DC bis Paco de Lucia ist alles dabei. Rund ein Drittel dieser Notationen sind Full Score, die restlichen für spezifische Instrumente (z.B. nur Gitarre), was dann aber klar gekennzeichnet ist.

Gekaufte Noten sind bei mySongBook dauerhaft aus der Online-Datenbank aufrufbar und dann ausdruckbar und auch zum simultanen lesen und hören abspielbar (auch in variablen Loops und mit variablem Tempo sowie optional auch nur für ausgewählte Instrumente) - lediglich speicher- und modifizierbar sind sie leider nicht. Der Aufruf erfolgt mit dem Tool "mySongBook Player", welches kostenlos zum Download verfügbar ist (alternativ kann man den Aufruf - mit den gleichen Optionen - auch über Guitar Pro vornehmen, welches jedoch nicht kostenlos erhältlich ist).

Zudem gibt es immer einen kostenlosen "Free Tab of the Day", den man nach dem Download allerdings nur ansehen und abspielen, nicht jedoch ausdrucken kann. - Naja ... aber trotzdem nice.

Die Vor- und Nachteile

Will man möglichst originalgetreue Noten als solide Ausgangsbasis zum Üben beziehen, die dann auch für die ganze Band zusammenpassen, gibt es relativ wenig Möglichkeiten auf anderen Plattformen. Hierin liegt der klare Vorteil von mySongBook.

Sofern man sich vor dem Kauf vergewissern möchte, inwieweit die Notation wirklich originalgetreu ist, kann man die Songs "Pre-Hören". Dabei wäre dann nur zu bedenken: Gesang hört sich dann manchmal etwas komisch an, da die Gesangs-Stimme natürlich ebenfalls elektronisch simuliert wird.

Auch der Preis ist mehr als ok. Zum Vergleich: Band-Partituren gibt's bei Hal-Leonard oft erst ab ca. 30 Euro pro Song (und das dann auch meist nicht als Originalversion, sondern nur für Jazz Bands u.ä.). - Und selbst wenn man sich nur für ein einzelnes Instrument davon interessiert, kann man bei 2 Euro eigentlich nicht meckern.

Allerdings ist eine Registrierung und die Bezahlung per Kreditkarte notwendig (auch hierzu aber ein Tip: Prepaid-Kreditkarten gibt's mittlerweile bei Rewe an der Kasse). Dafür sind die Noten dann aber auch sofort nach dem Kauf verfügbar.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Noten nicht auf der eigenen Festplatte speicherbar sind. Wenn man etwas kauft, möchte man gerne auch das Gefühl haben, dass man es dann auch besitzt. Zwar kann man die Noten nach dem Kauf wiederholt - so oft und so lange man möchte - aus der Online-Datenbank abrufen, aber das setzt dann ein gewisses Vertrauen dahingehend voraus, dass die Datenbank auch auf ewig online verfügbar bleibt. Um gekaufte Noten also "ganz sicher auf ewig zu besitzen", bleibt lediglich der baldige Ausdruck für alle Instrumente.

Sehr schön wäre es auch, wenn man die gekauften Noten editieren könnte. Wer sich Noten üblicherweise zunächst im Original notiert und diese dann auf Basis eigener Ideen variiert, bekommt mit mySongBook leider keine Arbeitserleichterung: Die gekauften Noten müßten ausgedruckt werden und dann in das eigene Notationsprogramm komplett neu eingegeben werden, damit sie editierbar sind. Dies gilt auch dann, wenn man Guitar Pro besitzt. Speziell in diesem Punkt bietet mySongBook also leider keine Vorteile gegenüber konventionellen Notenheften u.ä.

Warum kennen mySongBook so wenige?

Oben wurde mehrfach das Notationsprogramm "Guitar Pro" genannt, was daran liegt, dass der Betreiber von mySongBook auch der Herausgeber von Guitar Pro ist.

Der Name dieses Notationsprogramms suggeriert, dass es nur für Gitarristen nützlich ist. Das ist aber grundlegend falsch. Zu Guitar Pro wird es später einmal einen gesonderten Post geben, an dieser Stelle soll es nur noch mal insoweit angesprochen werden, wie es für den Bekanntheitsgrad von mySongBook relevant ist:
Gitarristen besitzen vielleicht Guitar Pro, nutzen es dann vielleicht auch ab und zu mal und dann fällt ihnen vielleicht auch mal auf, dass da ein Button zu mySongBook ist ... und vielleicht klicken sie dann auch irgendwann mal drauf. Nicht-Gitarristen denken, Guitar Pro sei nix für sie, und insofern kann ihnen der Button zu mySongBook auch nicht auffallen. Und ansonsten ist mySongBook bislang schon gar nicht sonderlich gut im Netz aufzuspüren, sei es über Suchmaschinen, über Web-Reviews oder über sonstige Quellen.

Hilft mySongBook übrigens für die Up2You-Sessions?

Manchmal schon ... und bei der ersten Session in jedem Fall. Denn:

Die beiden ersten Songs der ersten Up2You-Session ("The Thrill is Gone" und "The Girl from Ipanema") wurden unter anderem ausgewählt, weil für sie umfangreiches Notenmaterial verfügbar ist. Und falls der Weg zum stationären Notenhandel mal zu weit ist: Beide gibt es auch Full-Score bei mySongBook.

An der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Noten sollte es also bei der nächsten Session nicht wirklich scheitern.

Fazit:

Prepaid-Kreditkarte kaufen (kann man eh gut gebrauchen), mySongBook-Account anlegen, den kostenlosen mySongBook-Player herunterladen, einen präferierten Song aus der Datenbank aussuchen, kurz reinhören ob sich die Noten im Zusammenspiel dann auch tatsächlich gut/originalgetreu anhören, für 2 Euro die entsprechende Full-Score-Notation kaufen, und dann einfach mal ausprobieren. Man hat also nicht viel zu verlieren, aber ggf. viel zu gewinnen.

Der Link zum Tip:

http://www.mysongbook.com